Das Team um den Bankrecht- und Finanzierungsexperten Markus Fellner und Partner Andreas Jank erarbeitete die Strategie für die umfangreiche Restrukturierung der Constantia Privatbank AG. "Ziel war es, eine Struktur zu entwickeln, die den Käufer vor Risiken aus ungewissen Haftungen der Constantia Privatbank soweit rechtlich möglich schützt", erläutert Partner Markus Fellner.
Zur Minimierung der Risiken griff Fellner erstmals in Österreich das Prinzip einer Bad Bank auf, in der als Grundlage für die Restrukturierung alle Risiken und notleidenden Kredite der Constantia Privatbank zurückgelassen wurden. Das von Rechtsrisiken befreite Bankgeschäft wurde ausgegliedert und konnte schließlich verkauft werden. Die Gesamttransaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2010 abgeschlossen sein.
Zweistufiger Verkaufsprozess
Für die Transaktion entwickelte das fwp-Team einen zweistufigen Verkaufsprozess, an dem auch Partner Florian L. Kranebitter mitwirkte. In einem ersten Schritt übertrug die Constantia Privatbank im Wege eines Asset Deals die wesentlichen Teile des Bankbetriebs sowie die Geschäftsanteile an Kapitalanlagegesellschaften und Beteiligungen an die neu gegründete 100-prozentige Tochtergesellschaft Aviso Epsilon Bank AG. Im Rahmen eines gleichzeitig abgeschlossenen Share Deals zwischen der Constantia Privatbank und dem Erwerber wurden sämtliche Aktien der Aviso Epsilon an den Erwerber verkauft.
Um bestehende und potentielle Verbindlichkeiten und Haftungen der Constantia Privatbank aus ihrer früheren Geschäftstätigkeit soweit rechtlich möglich auszuschließen, wird der jeweilige Verkaufspreis auf einem Treuhandkonto hinterlegt und dient der Befriedigung von allfälligen Gewährleistungsansprüchen des Erwerbers und unternehmensbezogener Verbindlichkeiten.
2008 begleitete das fwp-Team bereits die Rettung der Constantia Privatbank, die angesichts der Finanzmarktkrise und die Schwierigkeiten der Immofinanz und Immoeast in Liquiditätsprobleme geraten war. fwp vertrat die fünf Großbanken UniCredit Bank Austria, Erste Group, BAWAG P.S.K., Raiffeisen Zentralbank und Volksbanken AG, die in der eigens gegründeten Gesellschaft Aviso Gamma GmbH alle Aktien der Constantia Privatbank übernahmen und für die Weiterführung der Bank 400 Millionen Euro zur Verfügung stellten. Die Aviso Gamma GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Constantia Privatbank AG.




